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30. April 2017

Der armenische Genozid

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Der Völkermord an den christlichen Armeniern in den Jahren 1915 bis 1918 beschäftigt die internationale Politik: bereits die Thematisierung der Ereignisse vor einhundert Jahren im Osmanischen Reich führt zu heftigen Auseinandersetzungen darüber, was genau damals passierte. In der Veranstaltung „Der armenische Genozid vor 100 Jahren“ am 21. April 2015 in der Katholischen Akademie Bayern stand nicht die Schuldzuweisung an die damalige Osmanische Regierung im Vordergrund, sondern der Einblick in das armenische Leben und die christlich-armenische Kultur im Osmanischen Reich aus Expertenperspektive, sowie die Zerstörung und Vernichtung christlich-armenischer Kultur. Besondere Beachtung fand der Theologe und Orientalist Johannes Lepsius, der als Augenzeuge von Deportationen und Massenmorden dringende Appelle an die Politiker des Deutschen Kaiserreichs richtete, doch aufgrund des Militärbündnisses mit dem Osmanischen Reich im Ersten Weltkrieg kein Gehör finden konnte.

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