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04. Mai 2014

1914 - Als die Welt zerbrach

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„Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ – so hat bekanntlich der US-amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan den Ersten Weltkrieg bezeichnet. In vielerlei Hinsicht markiert er eine einschneidende Zäsur der deutschen und europäischen Geschichte. Im August 1914 – mitten in einer Epoche des unbedingten Fortschrittsglaubens – entzündete er sich. Die machtpolitischen Gegensätze der hochgerüsteten europäischen Großmächte entluden sich mit ungeahnter Wucht, blutige Materialschlachten bis dahin nicht gekannten Ausmaßes und zermürbende Stellungskriege wurden Sinnbilder des Großen Krieges. Tiefgreifende Erschütterungen aller bisherigen Lebenswirklichkeiten waren die Folgen: Die machtpolitische Dominanz Europas endete, und die europäische Landkarte wurde grundlegend verändert. Drei Kaiserreiche verschwanden, neue Staaten entstanden, und aus revolutionären Umstürzen gingen neue Regierungssysteme hervor.

Eine Tagung der Katholischen Akademie mit den Historikern Prof. Dr. Christopher Clark und Prof. Dr. Lucian Hölscher sowie dem Kirchenhistoriker Prof. Dr. Andreas Holzem untersuchte, wie am Vorabend des Krieges die politischen Konstellationen in Europa aussahen, welche Haltung die Katholiken und ihre Kirche einnahmen und wie ein Verständnis dessen möglich ist, was durch den Ersten Weltkrieg angerichtet wurde, in dem die Ordnungen, Normen, Werte und Erfahrungen der alten Zeit vor 1914 aus den Fugen gerieten und schlagartig zerbrachen?

Die Sendung "1914 - Als die Welt zerbrach" der Reihe "alpha lógos" greift diese Fragen auf und zeigt Auszüge aus den Vorträgen.

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