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27. September 2015

Reformideen für die Kirche

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Entscheidungsstrukturen, Chancen zum Dialog, Kontrolle der Verantwortungsträger, Zentralismus – alles Themen, die mit Partizipation zu tun haben. Nicht zuletzt mit Partizipation in der Kirche. Und darüber wird ja intensiv diskutiert, auch gestritten.

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf hat in der Tradition zahlreiche Modelle für mehr Partizipation gefunden. So wurden Bischöfe ursprünglich vom Volk oder vom Klerus gewählt, bei der Leitung des Bistums sprach das Domkapitel ein gewichtiges Wort mit. Der Papst war kollegial in das Konsistorium und in Kongregationen eingebunden. Mönche und Nonnen hatten oft mehr Autorität als Priester, Laien entschieden über Kleriker, und Frauen konnten fast wie Bischöfe agieren.

Diese Modelle waren Antworten auf Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit. Sie haben sich damals bewährt, wurden dann aber vergessen, wichen neuen Formen oder wurden manchmal auch bewusst unterdrückt. Doch sie gehören zur katholischen Kirchengeschichte und genau betrachtet können sie wichtige Impulse für Reformen enthalten, die mehr Partizipation ermöglichen. In der Kirche heute.

ARD-alpha greift den Vortrag von Hubert Wolf in der Reihe alpha-lógos auf und berichtet auch von der Diskussion mit Werner Weidenfeld, Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung an der LMU München.

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