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24. Januar 2017

Manfred Weber MdEP: Die EU am Scheideweg ?!

Manfred Weber MdEP, Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, stellt sich bei seinem Besuch in der Katholischen Akademie Bayern aktuellen Problemfeldern. Beides stimmt: Dass das geeinte Europa ein Erfolgsprojekt ist; es hat den Frieden gesichert, den Prozess der Demokratisierung gerade von Staaten des ehemaligen Ostblocks gefördert und den Wohlstand in vielen Regionen gesteigert. Aber auch, dass in vielerlei Hinsicht ein weithin verbreitetes Misstrauen herrscht gegenüber der EU, ihrem politischen Personal und ihren Strukturen, gegen „Brüssel“ als Synonym für anscheinend überbordende Bürokratie mit undurchschaubaren Institutionen.
Wie kann und soll es deshalb weitergehen in der EU? In Richtung Vertiefung und immer engeren Zusammenwachsens oder in Richtung einer Rückverlagerung von Zuständigkeiten in die Nationalstaaten, vielleicht sogar in die Regionen (ein altes Thema, das jetzt wieder neu auf der Tagesordnung steht)?
Mit anderen Worten: Was ist unabdingbar, um die Einheit der EU zu sichern? Aber auch: Wie ernst nehmen wir, dass die politische Struktur „EU“ natürlich nicht identisch ist mit dem, was wir alles „Europa“ nennen? Letztlich also: Welches europäische Narrativ, welche kulturell-geschichtliche Erzählung prägt unser Denken, Reden, aber auch Fühlen, wenn „Europa“ ins Spiel kommt?

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